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Skandinavische Schwermut und südamerikanische Leidenschaft

Unter dem Motto „Rhapsody in Blue“ boten die zwei Akkordeonorchester sowie das Ensemble des HC Untergrombach einen besonderen Hörgenuss bei ihrem Konzert im Bürgerzentrum in Bruchsal. Das 1. Orchester des Vereins eröffnete unter der Leitung von Uwe Höhn das Konzert mit dem stimmungsvollen „Danzón No.2“ von Arturo Márquez. Mit den elegischen „Herzwunden“ und „Letzter Frühling“ von Edvard Grieg verdeutlichte das Orchester die skandinavische Schwermut. Im Kontrast dazu erklangen die Ungarischen Tänze Nr. 1 und Nr. 5 von Johannes Brahms gemäß der volkstümlichen Kunstmusik heiter und beschwingt. Die koreanische Pianistin Woan-Soo Chung glänzte als Solistin in der „Rhapsody in Blue“ von George Gershwin. Dieser vereint in seinem bekannten Werk Jazz und konzertante Sinfonik. Mit einem Feuerwerk an Virtuosität und zugleich ausdrucksvollem Spiel wechselte die Pianistin zwischen getragenen und temperamentvollen Momenten. Solistin und Orchester überzeugten mit prächtigen Klangpassagen und dynamischen Kontrasten.
Der zweite Teil des Konzertes wurde vom Akkordeonensemble unter der Leitung von Simone Tonka eröffnet. Mit homogenem Spiel erklang die „Intrada“ aus „Antike Ungarische Tänze“ von Ferenc Farkas grazil, höfisch und feierlich. Beseelte Klänge verbreiteten die acht Musiker mit expressivem Ausdruck im spätromantischen „Abendsegen“ von Engelbert Humperdinck. Temperamentvoll und mit großer Spielfreude musizierten sie den rhythmisch anspruchsvollen „Tanz“ von Hermann Ambrosius. Eine Klangszene über den Fall der Stad Jericho zeigten das 1. und 2. Orchester gemeinsam in „….und man blies die Posaunen“ von Uwe Höhn. Mit räumlich positionierten Spielern erschallte die Originalkomposition mit einer großen Klangwirkung. Der Magdalenenberg im Schwarzwald ist einer der größten bekannten keltischen Grabhügel in Mitteleuropa. Das preisgekrönte 2. Orchester des Vereins spielte, ebenfalls unter der Leitung von Uwe Höhn, das gleichnamige zeitgenössische Stück von Brent McCAll. Abwechslungsreich verdeutlichten die Akkordeonisten die Atmosphäre der Landschaft sowie die Kelten und ihre Kultur. Aus der Feder ihres langjährigen Dirigenten Wolfgang Pfeffer stammt die Komposition „Aphorismus III“. Klangmalerisch erinnerten die Spieler an ihren verstorbenen musikalischen Leiter und Weggefährten. Zum Abschluss spielte das Orchester mitreißend und leidenschaftlich „Conga del Fuego Nuevo“ von Arturo Márquez. Mit der schwungvollen Zugabe „First day of spring“ von Motion Trio verabschiedete sich das Akkordeonorchester Untergrombach von seinem eindrucksvollen Konzert.